Welche Metalle sind magnetisch? Was ein Magnet anzieht und was nicht

Eine Frage begegnet uns immer wieder: Welche Metalle werden eigentlich von einem Magneten angezogen? Die kurze Antwort lautet: vor allem Materialien, die Eisen, Nickel oder Kobalt enthalten. Die ausführlichere Antwort ist interessanter, denn nicht jedes Metall ist magnetisch. Und selbst Stahl oder Edelstahl reagieren nicht immer gleich. Deshalb haben wir die wichtigsten Materialien übersichtlich zusammengestellt.

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Ein Magnet zieht nicht alle metallischen Gegenstände an

 

Nicht jedes Metall ist magnetisch

Viele Menschen gehen davon aus, dass alle Metalle auf einen Magneten reagieren. Das ist nachvollziehbar, denn Stahl, Werkzeuge, Maschinen und Konstruktionsteile tun dies häufig. Trotzdem ist „Metall“ nicht dasselbe wie „magnetisch“.

Ein Magnet zieht vor allem ferromagnetische Materialien an. Das sind Materialien, deren innere Struktur durch ein Magnetfeld stark ausgerichtet werden kann. Dadurch entsteht eine deutliche Anziehungskraft. Die bekanntesten Beispiele sind:

  • Eisen
  • Stahl und Gusseisen
  • Nickel
  • Kobalt
  • einige Edelstahlsorten
  • bestimmte magnetische Legierungen.

In der Praxis ist Eisen das bekannteste Beispiel. Deshalb reagieren viele Stahlsorten stark auf Magnete: Stahl enthält Eisen.

 

Welche Metalle zieht ein Magnet an?

Ein Magnet zieht vor allem Materialien an, die Eisen, Nickel oder Kobalt enthalten. Dazu gehören übliche Stahlsorten, Gusseisen, bestimmte Werkzeuge, Schrauben, Bolzen, Nägel und Maschinenteile.

Auch einige Edelstahlsorten sind magnetisch. Das führt häufig zu Verwirrung, denn Edelstahl gilt in der Praxis oft als „nicht magnetisch“. Das stimmt jedoch nicht immer. Ferritische und martensitische Edelstähle können deutlich magnetisch sein. Austenitische Edelstähle, zum Beispiel viele 304- und 316-Qualitäten, sind meist nicht oder nur schwach magnetisch.

Der Magnettest ist daher ein nützlicher erster Hinweis, reicht aber nicht immer aus, um ein Material exakt zu bestimmen.

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Ferromagnetische Befestigungsmaterialien

 

Welche Metalle sind nicht magnetisch?

Es gibt auch viele Metalle, die in der Praxis nicht von einem normalen Magneten angezogen werden. Beispiele sind:

  • Aluminium
  • Kupfer
  • Messing
  • Bronze
  • Gold
  • Silber
  • Blei
  • Zink
  • Zinn
  • Titan

Aus physikalischer Sicht können diese Materialien manchmal sehr schwach auf ein Magnetfeld reagieren, jedoch nicht in einer Weise, die mit einem Standardmagneten sichtbar wäre. Ein Magnet bleibt also nicht daran haften.

Das bedeutet nicht, dass diese Metalle nicht getrennt werden können. Im Recycling werden Nichteisenmetalle wie Aluminium und Kupfer häufig nach einem anderen Prinzip getrennt: durch Wirbelströme. Ein Magnet hält diese Metalle nicht fest, aber ein wechselndes Magnetfeld kann sie in Bewegung versetzen. Dieses Prinzip wird in Wirbelstromscheidern eingesetzt.

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Funktionsprinzip eines Wirbelstromscheiders

 

Und Edelstahl?

Edelstahl ist der bekannteste Grenzfall. Die Frage „Ist Edelstahl magnetisch?“ lässt sich nicht einfach mit Ja oder Nein beantworten. Es hängt von der Edelstahlsorte und der Verarbeitung ab:

  • Ferritischer Edelstahl ist meist magnetisch.
  • Martensitischer Edelstahl ist meist magnetisch.
  • Austenitischer Edelstahl, zum Beispiel 304 und 316, ist meist nicht oder nur schwach magnetisch.
  • Durch Umformen, Schweißen oder Kaltverfestigung kann austenitischer Edelstahl lokal leicht magnetisch werden.

Das erklärt, warum ein Magnet manchmal an einem Edelstahlkühlschrank haftet und manchmal nicht. Es sagt nicht direkt etwas über die Qualität des Edelstahls aus, sondern vor allem über die Zusammensetzung und Struktur des Materials.

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Biegen kann Edelstahl leicht magnetisch machen

 

Warum das in der Industrie wichtig ist

In Produktionsprozessen kann bereits ein kleines Metallteilchen große Folgen haben. In der Lebensmittel-, Schüttgut-, Chemie- und Recyclingindustrie werden Magnetsysteme eingesetzt, um eisenhaltige Partikel aus Produktströmen zu entfernen. Denken Sie an Nägel, Metallspäne, Schrauben oder feine Eisenpartikel.

Für Goudsmit Magnetics ist das Verhalten von Materialien daher keine Theorie, sondern tägliche Praxis. Die richtige Magnetlösung hängt vom Produkt, der Verunreinigung, der Partikelgröße, der Strömungsgeschwindigkeit und dem Abstand zum Magnetfeld ab.

Eine einfache Frage wie „Bleibt ein Magnet daran haften?“ ist oft der Ausgangspunkt. Die richtige Lösung erfordert jedoch mehr Wissen über Material, Anwendung und Prozess.

 

Mehr erfahren?

Möchten Sie wissen, ob ein bestimmtes Material magnetisch ist oder welche Magnetlösung zu Ihrem Prozess passt? Lesen Sie unsere Wissensdatenbank zu ferromagnetischen Materialien oder wenden Sie sich an unsere Spezialisten.

Veröffentlicht am: 05-06-2026 Zurück